Saft oder Mosten, viele Möglichkeiten

(Saft und Most - wie er sein sollte)

Mosten beginnt mit dem Obst pressen 

 

 

 

 

Der Most wird allgemein durch pressen von Fruchtsaft gewonnen. Most wird je nach verwendeten Früchten unterschieden: Traubenmost (z. B. als Vorstufe zum Wein), oder Beerenmost (siehe Rezepte Kirsch- oder Hagebuttenmost (weitere Rezepte)), Apfelmost oder Birnenmost.

Die gängigen Mostobstsorten heißen Bayrische Weinbirne, Champagner Bratbirne, Kirchensaller Mostbirne, Bittenfelder Mostapfel oder Hauxapfel.

In einigen Bundesländern wird traditionell der Most aus den so genannten Mostbirnen mit einer Beimengung von Äpfeln gekeltert. Unter Süßmost versteht man den frisch gepressten, unvergorenen Apfelsaft.

Federweiser oder Cider nennt man einen Most wenn eine Hefe wie z.B. Malaga, Bordeaux zugegeben wurde.

Wie soll der Most sein ?

Im Geschmack frisch durch eine angenehme Säure, spritzig von der Kohlensäure her, harmonisch im Verhältnis von Alkohol, Säure und Extrakt, sowie weinähnlich und süffig. Beim Hobbymosten sollte die Säure 7 bis 10 g/l liegen, der Alkohol 6 bis 8 % vol. und der Trub 18 bis 25g/l. Gemessen werden diese Werte mit dem Acidometer, Mostwaage, bzw. Vinometer.

 

 

 

 

Wie mache ich Saft oder Most?
  • Nur voll reifes und gesundes Obst ohne Faulstellen verwenden
  • Obst mit Spindelpresse zu Saft pressen. Beeren eventuell mit Handpressbeutel
  • Antigeliermittel zugeben. Gibt wesentlich mehr Saftausbeute
  • Ein guter Most sollte mind. 75-90 Öchsle (Mostwaage) haben. Unreife Moste unter 40 Ochsle und weniger sollten entsäuert werden.

Wer nur Saft möchte, sollte den Saft jetzt abkochen (Entsaftereinsatz nicht mehr erhältlich) und in Weck-Flaschen, Flaschen oder Bag in Box füllen. Wer Most möchte, folge der Anleitung

  • Mostfässer gründlich reinigen und mit heißen Wasser ausspülen.
  • Das Gärfass nie ganz befüllen
  •  Zugabe von Reinzuchthefe, um eine gleichmäßige Gärung zu erreichen Mostkappen mit Gärrohr oder Gäraufsatz sofort aufbringen und mit Nasskonservierungsschutz oder Kombisalzen befüllen
  • Gärfass für die Gärung nicht zu kühl stellen, Temperatur sollte nicht unter 10C absinken.
  • Nach Abschluss der Gärung sollte der Most von der Hefe abgezogen werden. Verlängert die Haltbarkeit.
  • Beim abziehen des Mostes nichts ins Fass plätschern lassen, sondern einen Schlauch auf den Fassboden legen.
  • Mehrere kleine Fässer sind besser als ein großes Fass. Qualitätsverlust ist geringer.

 

 

 

 

Most Rezepte

Kirschenmost

Die Kirschen werden mit den Kernen zerquetscht. Den Brei lässt man einige Tage stehen, presst gut ab und gibt auf 1 Liter Saft 350 g Zucker. Auf 10 Liter Saft ist ein Zusatz von 2 - 3g Gärsalz zu empfehlen. Zum Kirschen-Dessertwein eignen sich nur Sauerkirschen.

Die Kellerbehandlung ist wie bei Apfelwein. Besonders gut wird er mit VINA-Reinzuchthefe, Rasse Bordeaux oder Malaga.

Hagebuttenmost

Man entfernt die Stiele und Blüte, zerschneidet oder zerquetscht die Hagebutten. Auf 1 kg Hagebutten gibt man ca. 1 kg Zucker, der in 2 - 3 Liter Wasser gelöst wurde, VINA-Reinzuchthefe, Rasse Malaga, und je 10 Liter 3 g Gärsalz. Nur teigige Beeren, am besten aus gefrorene, verwenden. Die ausgepresste Maische lässt sich zu Marmelade verkochen. Weitere Rezepte siehe hier.

Gelagert wird der Most gewöhnlich in Flaschen oder in Saftflaschen von Weck. Das ist besonders praktisch der heiße Most nur eingefüllt wird und das das Glas wie gewöhnt mit Gummiring, Deckel und Klammer verschlossen wird. Nach dem erkalten sind Flaschen fest verschlossen. Dieses System lässt sich jedes Jahr erneut verwenden

Tomaten in  Bag-in-Box

Nicht nur Fluggäste lieben Tomatensaft, sondern auch als Mixgetränk mit Obst schmeckt er lecker. Die Tomaten reif pflücken und waschen. Kerne mit Trichterfilter entfernen. Tomaten in Stücke schneiden und erhitzen. Ein Dampfentsafter funktioniert nicht, weil der Saft zerfällt. Nach 20 Minuten erhitzen - abkühlen lassen. Abschmecken mit Zitronensaft, Salz und Basilikum. Durch Sieb passieren und in in Bag-in-Box abfüllen.

Saft in Bag-in-Box hält ungeöffnet, wenn richtig sterilisiert wurde. Ungeöffnet mindestens 2 Jahre, und nach Anbruch 3 Monate, weil kein Sauerstoff hineinkommt. Das verhindert ein spezielles Ventil.

Fertig sind die Tomaten fürs Glas, Suppe oder die Spaghetti.

   



 

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Aktualisiert: Claudia Ehlebracht Kellereibedarf Bremen